Echte Freiheit wär' direkte Beteiligung
Ja, aber es interessiert niemanden! Nur in wenigen Kreisen gibt es überhaupt gewählte Kinder- und Jugendparlamente, die aktiv in die Kommunalpolitik eingebunden sind. In den restlichen Kreisen allerdings müssen die Jugendlichen sich mit dem Wahlrecht ab 18 Jahren zufrieden geben. Dies ist besonders gravierend, weil viele Abgeordnete für die Belange der Jugendlichen kein offenes Ohr haben. Auch im Unterricht kommt die politische Bildung viel zu kurz und die Heranführung an Demokratie und Politik findet zu spät statt. Dennoch wird uns Jugendlichen von allen Seiten unterstellt, wir würden uns nicht für politische Prozesse und Inhalte interessieren. Obwohl immer häufiger von uns gefordert wird, dass wir, etwa beim Erlernen von Kompetenzen und im Job, mehr Verantwortung übernehmen sollen. Aber nicht nur Jugendliche dürfen nicht wählen, sondern auch viele, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Abgesehen davon beschränkt sich die Möglichkeit der unmittelbaren Einflussnahme aller Wahlberechtigten auf die alle paar Jahre stattfindenden Wahlen von VertreterInnen in Parlamente. Somit wird ein großer Teil der Bevölkerung von der Beteiligung an demokratischen Prozessen ausgeschlossen, obwohl viele entgegen der allgemeinen Annahme sehr wohl daran interessiert sind, sich einzubringen. Andere bestimmen über diejenigen, die keine Stimme haben. Die Entscheidungen, die wesentlich ihr Leben betreffen, fällen andere. Das ist eine enorme Einschränkung des Rechts auf Selbstbestimmung. Echte Freiheit wär', wenn:
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