Tour-Blog
News von der Info-Tour

Hier gibt's täglich neue Nachrichten von den Mitfahrern der Info-Tour im Rahmen unserer Kampagne "Echte Freiheit wär' viel cooler".



Boppard – Das zweite Konzert

Unser Weg geht wieder gen Norden. Auf dem Plan steht die kleine Stadt Boppard am Rhein, in der unser zweites Konzert zur Kampagne stattfindet. Freundlicherweise hat die Partei vor Ort ziemlich viel davon organisiert. Was uns noch bleibt, ist, die letzten Flyer zu verteilen und die Location zu dekorieren. Am Abend spielen „The Potwork“, „Raisin Eyes“ und „Killi Hilli Soundsystem“. Die Stimmung ist gut, die Musik haut rein, die Bude ist voll. So wollten wir das haben.

Am Rande des Konzerts kommen immer wieder Besucher auf uns zu und stellen uns Fragen über unseren Verband oder unsere Kampagne. Alles in allem ein voller Erfolg. By the way: Auch die grüne Jugend besucht unsere Konzerte. Interessante Grundsatzdiskussionen gibt es an dem Abend auch.

„Die AKWs gehören weg!“ - „Ja, natürlich. Aber was sagt ihr eigentlich zu den 20 Atomwaffen der Amerikaner die hier in Rheinland-Pfalz liegen?“ Na, im ersten Moment finden sie keine Antwort und im zweiten finden sie die natürlich auch gaaaanz schrecklich. Okay. Da drängt sich die Frage auf: Mit was beschäftigt sich die grüne Jugend eigentlich? Mit Atomkraftwerken und Atomkraftwerken und Atomkraftwerken...

Eins noch hinterher: Die Jusos verdienen Geld mit Konzerten. Sie nehmen Eintritt und wesentlich höhere Getränkepreise als wir. Das verrät uns einer der Besucher. Wir halten das für typisch. Von wegen Jungsozialisten.... Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

 

Landau: Regen, Ludwigshafen: Wind, Mannheim: Regen uuuund Wind....

Morgens in Landau, ein vorsichtiger Blick aus dem Auto: Infostand? Bei dem Wetter nicht möglich... Aber das hält uns nicht auf! Jacke an, Kapuze auf, Flyer unter den Arm und ab. Wir verteilen unser Infomaterial einfach so an die Menschen. Und wieder gute Resonanz: „Ihr seid die einzigen, die man auch bei Regen sieht.“ Genauso haben wir uns das gedacht. Zum Auftauen und zur Belohnung ein Kaffee für alle und schon kommt die Vorfreude.

Der nächste Stopp ist Ludwigshafen, wo wir auch eine Basisorganisation haben. Da der Bus im Moment nur mit „Nordlichtern“ besetzt ist, freuen wir uns hier besonders, da wir die Leute aus der Stadt sonst eher selten sehen.

Am Mittag dann Aktion in Ludwigshafen. Wir versuchen einen Stand aufzubauen und geben es auch gleich wieder auf. Anders als die Piraten (denen am Ende noch der Schirm kaputt geht...). Mit der Basisorganisation vor Ort sind wir nun 6 Leute. Die Innenstadt ist voller Menschen. Wir teilen uns auf, verteilen unser Material und können doch nicht alle erreichen. Bilanz: Soviel Infomaterial wie an diesem Nachmittag sind wir bisher an keinem Ort losgeworden. Guter Tag. Wenn nur der Wind nicht wäre. Es ist bitterkalt, aber das hält uns nicht ab.

Aber natürlich war das nicht alles. Auf dem Plan steht noch Nachbarschaftshilfe. Auch in Baden-Württemberg (genauer: Mannheim) wartet man auf uns. Die dortige Basisorganisation des Jugendverbandes freut sich über unseren Besuch und die Unterstützung. Der Wind hat nachgelassen, aber Regen kommt wieder dazu. Dieses Mal stärker als in Landau. Wir kommen wegen den Wetterverhältnissen nur selten mit Bürgern ins Gespräch.

 

Trubel in Speyer und Abends zu Oskar Lafontaine in Landstuhl

Zurück im Süden landen wir in der schönen Stadt Speyer. Die Sonne scheint die Resonanz ist gut – und hier gibt es so viele Fahrradfahrer wie sonst nur in Holland...

Ein schockierendes Erlebnis aber bleibt: Eine Passantin wird von einer ['solid]-Aktivistin angesprochen mit der einfachen Frage, ob sie Interesse an einem Flyer habe. Reaktion: „Ihre Partei hat eine Forderung, die finde ich klasse!“ Logisch gespannt, freudige Antwort: „Oh, schön! Welche denn?“ - „Das Müttergehalt.“ Und hier der Schock: wieder auf eine wenig informierte und ebenso wenig politisch interessierte Person getroffen. Das Müttergehalt ist nicht unsere Forderung sondern die der NPD. Wie die Dame das verwechseln konnte bleibt uns ein Rätsel. Aber hier unsere Meinung zum Thema „Müttergehalt“:

Wir fordern die Gleichstellung von Mann und Frau. Damit lehnen wir auch die mit diesem Begriff schon verbundene Diskriminierung von Männern ab. Schon im Grundgesetz steht, dass niemand auf Grund seines Geschlechtes diskriminiert werden darf.

Diese Forderung passt klar in das Bild der Faschisten. Überholte Rollenklischees sind für sie das Maß der Dinge. Die Verwirklichung der Frau geschieht für die Neofaschisten immer noch allein hinter dem Herd oder bei der Kindeserziehung (oder eher Verwahrung, da die Erziehung den Männern vorbehalten werden soll...).

Auch hier gilt: Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen! Die diskriminierende Haltung gegenüber Frauen betrifft dennoch 51% der Bevölkerung unseres Landes.

Und was sagen wir dazu:
Echte Freiheit kann es nur geben wenn alle Menschen gleichgestellt sind. Statt einem diskriminierenden Müttergehalt fordern wir die Erhöhung des Kindergeldes und gebührenfreie Bildung.

Nach diesem Schock haben wir alle eine Belohnung verdient. Wie wär's zur Abwechslung mal mit einer Saalveranstaltung? Dieses Mal bequem als Gäste finden wir uns in der Stadthalle Landstuhl ein und hören Oskar Lafontaine. Seine Rede ist ein Motivationsschub und erinnert uns ein weiteres Mal daran, warum wir uns in der Linksjugend ['solid] engagieren. Wir wollen keine Privatisierungen. Weder Bildung, noch Gesundheit, noch unsere spätere Rente, dürfen abhängig vom Geldbeutel sein. Auch wenn wir heute wenig daran denken ist jetzt schon klar: Wer heute ein Gehalt von 1.000€ brutto hat, bekommt im Alter eine Rente von 400€. Einmal arm, immer arm. Das wollen wir verhindern! Also weiter, auch im Kampf für einen Lohn von dem man leben kann.

Das Extra zum Tagesabschluss: „Würdest du noch unsere T-Shirts unterschreiben, Oskar?“ - „Aber klar doch!“ Ein tolles Foto gab's auch noch dazu.

 

Verteil-Aktion in Idar-Oberstein - and back on the road


Der Tag startet in Idar Oberstein, in der Vollmerstraße.

Hier finden wir viele Schulen vor. Anstatt einen Stand aufzustellen, gehen wir hier auf die Schüler zu und bringen unsere Informationen zu ihnen. Wir finden ein "gemischtes Publikum" vor. Einige lehnen uns total ab, andere wiederum stellen uns weitergehende Fragen.

Im Moment bekommt natürlich das Thema Atomausstieg eine noch größere Bedeutung. Das wir uns schon vorher dafür eingesetzt haben und überall dort, wo wir mit Basisorganisationen vertreten sind und bei den Montags-Spaziergängen gegen Atomkraft teilnehmen, interessiert die Schülerinnen und Schüler.

Im Gegensatz zu manch anderer politischer Gruppierung haben wir als Linksjugend ['solid] nämlich nicht ein weiteres Unglück durch Atomkraft gebraucht, um zu wissen, dass Kraftwerke abgeschaltet gehören.

Erschreckend für uns ist aber auch, dass unter diesen Jugendlichen viele sind, die wenig bis kein politisches Interesse und/oder keine grundlegenden politischen Kenntnisse haben. Hier bekommt unsere Forderung nach mehr Mitbestimmung für Jugendliche erneut Nachdruck. Wir wollen durch Teilhabe das Interesse an gesellschaftlichen oder politischen Vorgängen erhöhen. Denn nur durch Teilhabe möglichst vieler kann Demokratie wirklich gelebt werden. Und genau das haben wir den Jugendlichen vor Ort auch klar gemacht und hoffen, ein wenig ihr politisches Interesse geweckt zu haben.

 

Danach geht's wieder weiter: Wir fahren zurück in den Norden unseren nächsten Fahrer einsammeln. Um mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen gehen wir mit der Basisorganisation Altenkirchen/Westerwald noch rund durch Herdorf und verteilen Flyer zur Kampagne.

 

Ausgeweiteter Anti-Atom-Spaziergang in Koblenz

Am Nachmittag geht's (nach ein paar Vorfällen, die mal wieder Erzählstoff für lange Abende geschaffen haben^^) für uns weiter. Aus aktuellem Anlass (Vorfälle in Japan) ändern wir unsere Route, um am Anti-Atom-"Spaziergang" in Koblenz teilzunehmen - fast 500 Menschen kommen hier zusammen!

Schade, dass es erst einen solch schlimmen Vorfall braucht um die Leute dazu zu bringen in solchen Massen ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen. Dennoch sind wir natürlich hocherfreut über die große Beteiligung!

Für uns ist eines klar: Nur Chuck Norris macht Atomkraft sicher! Und weil nur er das kann, verschenken wir Aufkleber mit genau diesem Aufdruck. Um der Aktion einen gewissen Nachdruck zu verleihen und gleichzeitig nochmal genau zu zeigen, was Unfälle durch Atomkraft bedeuten, verteilen wir nicht nur einfach Aufkleber sondern der Sensemann höchstpersönlich tut das für uns - kommt mal wieder sehr gut an (liebe GenossInnen, wir brauchen schnellstens neue Aufkleber! ;) ).

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Infostand in Lahnstein


Aufschlag im Rhein-Lahn-Kreis. Bevor unsere Aktionen richtig starten, bekommen wir Besuch von Kathrin Hangen vom SWR. Sie will für die Internetplattform "Was geht Koblenz?!" Interviews von jungen Landtagskandidaten machen.

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Zum gesamten Artikel: Was geht Koblenz?! / Deine Stimme zählt! Junge Landtagskandidaten stellen sich vor – heute Die Linke

Danach geht's auch hier los mit Akton und Flyer verteilen. Wir starten vom Infostand (in der leider sehr schlecht besuchten Innenstadt) aus immer wieder kurze Verteilaktion an der Berufsschule um die Ecke und an Bushalten, bei denen wir einige SchülerInnen erreichen.

 

Infostand in der Innenstadt in Koblenz

In der frisch für die Bundesgartenschau hergerichteten (bzw. - dem Motto entsprechend - verschandelten) Stadt entfalten wir uns in vollem Ausmaße auf einem der zentralen Plätze in der Fußgängerzone. Zu Beginn nutzen wir ['solid]-Pfeil-Schablone und Sprühkreide, um auch in umliegenden Gasse auf unseren Stand aufmerksam zu machen; kommt leider nicht ganz so geil an, traf eher auf Unverständnis.

Zwei Spaßvögel unter uns sind auf die Idee gekommen, den mitgebrachten Bauzaun der Freiheits-Aktion kurzerhand umzufunktionieren: Indem sie sich mitten auf den Platz in den Bauzaun stellen, was symbolisieren soll, dass sie "Gefangene des Systems" seien, erregen sie sehr viel Aufmerksamkeit bei den vorbeigehenden Passanten. Aber auch hier stoßen wir immer wieder auf politisches Desinteresse und teils auch leider immer noch sehr vorurteils-behaftetes Schubladen-Denken gegenüber uns links eingestellten Menschen.

 

Infostand & Diskussionsrunde in Cochem

Hübscher großer Infostand gemeinsam mit der Partei vor Ort. In der Stadt sind viele Touristen. Irgendwie weiß man nie, wen man ansprechen soll. Erstmals starten wir die Bundeswehr-Aktion, mittels derer wir auf den Bundeswehr-Werbefeldzug in den Schulen aufmerksam machen wollen. Wir wandern Flyer verteilend mit dem Sensemann durch die Stadt womit wir großes Aufsehen erregen. Bei vielen Jugendlichen kommt die Aktion sehr gut an, jedoch stellen wir fest, dass sie oft noch gar nichts von der Bundeswehr-Kooperation gehört haben.

Am Abend geht's in Cochem gleich weiter - nächster Termin: Podiumstermin zum Thema "Echte Freiheit", kurzfristig auf die Beine gestellt durch den dortigen Kreisverband der Linken. Dort beteiligen wir uns an einer interessanten Diskussion rund um jugend-politische Themen u.a. mit Tanja Krauth, Spitzenkandidatin der Linken RLP.

 

Rennerod (Westerwald)

Gleich morgens führt uns der Weg nach Rennerod, ebenfalls im Westerwald. Leider ist unser Aktionsstand hier wenig erfolgreich, da wir direkt an einer stark befahrenen Straße stehen. Nicht zu vernachlässigendes Problem in dieser Stadt ist eine starke Fascho-Szene. Das sah man bis vor kurzem auch an (fast) jeder Straßenlaterne. Wir finden, dass Rennerod nun wesentlich hübscher ist, fragen uns aber, wo die schönen Aufkleber herkamen...

Abbauen und weiter - wir werden am frühen Nachmittag in der Kreisstadt Cochem erwartet.

 

Und ab geht's!

['solid] on Tour für echte Freiheit! Gegen Mittag haben wir unseren Ausgangspunkt, die Landesgeschäftsstelle in Mainz, verlassen. Auf dem Weg werden noch die letzten Utensilien bei GenossInnen eingesammelt und die Laune steigt. Die Route führt uns in den Westerwald, genauer nach Hachenburg. Vor Ort warten schon die Genossinnen und Genossen der Basisorganisation Altenkirchen/Westerwald.


Aufgabe des Tages: Werbung für das erste von drei Konzerten in den kommenden Wochen (nächste Konzerte: 18.03. in Boppard und 25.03. in Wissen, genauere Infos folgen!). Eyecatcher wie unseren Infostand ist man in der kleinen Stadt wohl selten gesehen. Wir fallen mit unserem Thema auf und das ist genau das was wir wollten. Tourstart eindeutig gelungen!^^

 



Die Linke

die linke.SDS

linksjugend ['solid]